OZEAN-BOTSCHAFTER

Greg Lecoeur

Preisgekrönter Meeres- und Wildtierfotograf


„Ich konnte die Kraft der Natur spüren. Gleichzeitig erfasste mich auch ein Gefühl der Erfüllung. Ich hatte die Chance, den spektakulären Moment in einem Sekundenbruchteil einzufangen.“



Wann und warum haben Sie mit dem Tauchen begonnen?

„Ich bin am Mittelmeer aufgewachsen und habe schon als Kind mit dem Freitauchen begonnen. Die Unterwasserwelt ist der beste Ort, um den Meerestieren nahe zu sein, und die Artenvielfalt war schon immer meine echte Leidenschaft. Mit 20 Jahren hatte ich meine erste Taucherfahrung auf der wunderschönen Insel La Réunion und ich habe mich völlig in diese Aktivität verliebt. Im Laufe der Jahre entwickelte ich dann meine Tauchfähigkeiten im Mittelmeer und erkundete mit Eifer und Emotionen die erstaunliche Welt der Stille.“

Was ist Ihr Lieblingsfisch oder Lieblingssäugetier?

„Ich bin verliebt in die Meerestiere im Allgemeinen, von den kleinsten bis zu den größten, und es ist unmöglich, einen Favoriten zu nennen. Davon abgesehen, bin ich völlig begeistert von Haien. Es sind unglaubliche Tiere, Spitzenprädatoren, die an der Spitze der Evolution stehen. Sie sind sehr fotogen und fangen das Licht auf eine sehr spezifische Weise ein. Auch Begegnungen mit Grindwalen, vor allem im Mittelmeer, sind immer wieder wertvolle Momente, da es sich um äußerst soziale und intelligente Tiere handelt.“ 

Was macht Ihnen beim Tauchen am meisten Spaß?

„Neben dem außergewöhnlichen Gefühl der Schwerelosigkeit bietet das Tauchen eine echte Nähe zum Meeresleben und die Möglichkeit, das Verhalten der Tiere sowie die Interaktion zwischen den verschiedenen Arten zu beobachten. Es ist sehr aufregend unter Wasser zu atmen, sich frei zu bewegen und in der Lage zu sein, die Umgebung zu erkunden. Nach dem Tauchgang bleiben Ihre Gedanken unter Wasser und Sie haben ein Gefühl der Erfüllung.“ 

Wie sprechen Sie Nicht-Taucher an, um sie für das Tauchen zu begeistern?

„Tauchen ist für jeden möglich und erfordert keine besonderen körperlichen Voraussetzungen. Es ist eine aufregende und spannende Aktivität, die schnell süchtig machen kann. Man erlebt großartige Momente, die man mit Freunden und Familie teilen kann.“  

Ihr unvergesslichstes Taucherlebnis?

„Mein schönstes unvergessliches Taucherlebnis war in Südafrika während des SARDINEN-RENNENS. Die Wanderung der Sardinen entlang der Wild Coast lockt alle marinen Raubtiere an. Sie arbeiten zusammen und machen gemeinsam Jagd auf die Beuteschwärme. Ich hatte die Chance, zur richtigen Zeit am richtigen Ort im Wasser zu sein, um den Moment zu erleben und zu dokumentieren, als Gemeine Delfine und Kaptölpel auf der Jagd waren. Eines der Fotos, das ich an diesem Tag aufgenommen habe, wurde 2016 im Rahmen des Wettbewerbs Naturfotograf des Jahres von National Geographic ausgezeichnet.

Ein weiteres erstaunliches Erlebnis war die Interaktion mit einem jungen Buckelwal auf Tonga. Dieses Säugetier war sehr neugierig und verspielt. Es näherte sich an, um zu erkunden und nahm dabei die Spionage-Hüpfhaltung vor meiner Maske ein. Obwohl dieses Säugetier mehrere Dutzend Tonnen wiegt, zeigte es unglaubliche Beweglichkeit und Kraft, um sich senkrecht im Wasser zu halten.

Abschließend würde ich sagen, dass meine schönste, aber auch herausforderndste Expedition in der Antarktis war: Die Erkundung der verborgenen Seite von Eisbergen, in eiskaltem Wasser, war eine besondere Art des Tauchens. Meine Begegnung mit Krabbenfresserrobben führte zu einigen meiner Lieblingsbilder, für die ich 2020 als Unterwasserfotograf des Jahres ausgezeichnet wurde.“

Ihr Lieblingsstück der Aqualung-Ausrüstung?

„Neben dem Komfort der Neoprenanzüge, vor allem des AquaFlex, mit einem wirklich schönen Design, bietet mir das Rogue BCD eine große Bewegungsfreiheit. Dank des optimalen und minimalen Designs ist es perfekt für den Transport auf Reisen geeignet. Natürlich sorgt der berühmte Legend-Atemregler für eine ruhige und sichere Atmung.“

Welche Schritte unternehmen Sie, um die Gesundheit unserer Ozeane zu verbessern? Haben Sie einen Rat für andere, die helfen wollen?

„Durch meine fotografische Arbeit teile ich Geschichten über die Meere und Ozeane und versuche, die Öffentlichkeit dafür zu sensibilisieren, dass unsere wunderschönen, erstaunlichen marinen Ökosysteme auch sehr zerbrechlich sind. Wir müssen unser Naturerbe bewahren und wir müssen die Artenvielfalt schützen.

Ich glaube fest daran, dass die Erfahrung der Natur in uns etwas bewegen kann, dass sie uns Emotionen schenkt, die einen Wendepunkt in unserem Umweltbewusstsein darstellen können. 

Ich ermutige jeden, aktiv zu werden. Wir alle haben eine Aufgabe, auch wenn sie noch so klein ist. Die Lösung liegt auch in unserer Hand, indem wir täglich kleine Aktionen durchführen.“

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